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David Lynch Buch bei Amazon: EUR 45,00EUR 45,00 (5 gebraucht ab EUR 36,99) Gebundene Ausgabe - 352 Seiten - Hatje Cantz Verlag Erscheinungsdatum: November 2009 Auflage: 1 ISBN: 3775725245 Durchschnittliche Bewertung:
1 Kommentare: Ein Werk, das in seiner Bandbreite, Ausdruckskraft und Fülle kaum ein anderes Beispiel in der gegenwärtigen Kunstszene kennt
Der vorliegende von Werner Spies herausgegebene Band ist der Ausstellungskatalog einer bemerkenswerten Ausstellung zu dem Werk des Filmemachers David Lynch als Fotograf, Maler, Zeichner und Grafiker, die noch bis zum 21.3.2010 im Max Ernst Museum in Brühl zu sehen ist.
Die gezeigten Bilder sind in diesem Buch ergänzt durch einige Essays und Texte unter anderem von Dietmar Dath und Werner Spies, denen es hervorragend gelingt, den kunstgeschichtlichen und cineastischen Laien in das künstlerische Werk Lynchs einzuführen, das er schon lange vor seiner Filmkarriere begann und nie unterbrochen hat. In jüngster Zeit sind sogar noch musikalische Kompositionen zu einem künstlerischen Schaffen dazugekommen, das in seiner Bandbreite, Ausdruckskraft und Fülle kaum ein anderes Beispiel in der gegenwärtigen Kunstszene kennt.
Wenn man die Bilder in diesem Band anschaut, die den Betrachter in eine Welt führen, in der Abgründiges und Unerklärliches regieren, beginnt man auch, die Bedeutung seiner zahllosen erfolgreichen Filme noch einmal ganz anders zu verstehen. Seine Bilder arbeiten immer wieder mit der Verschiebung von Proportionen und Perspektiven und seine Fotografien sprechen ohne Unterlass von Vergänglichkeit, Verfall und anderen existentiellen Abgründen.
Wer David Lynch als Filmemacher kennen und schätzen gelernt hat, kann in diesem Buch eine andere, für die Erklärung seines Filmwerks allerdings wichtige Seite von ihm kennen lernen. Dabei muss er sich der Betrachter allerdings vergegenwärtigen, dass Lynch seine Seherwartung permanent unterläuft, ihm immer etwas anderes präsentiert, als er gerade erwartet und den Betrachter somit jedes Mal zu einer Auseinandersetzung nicht nur mit dem abgebildeten Thema, sondern auch mit sich selbst und dem was er in das Bild hineinprojiziert hat, zwingt.
...ist auch dieses Buch. Als Verehrer seiner Filme hatte ich immer Angst davor ein Buch über David Lynch zu lesen. Zu Materiell und Realistisch könnte dies abgehandelt sein und dadurch den mystischen Charme seiner Werke vernichten. Aber genau das Gegenteil ist der Fall! Lynch plaudert über sein Schaffen und obwohl er viel erzählt, verliert es niemals den (wie ich es gern nenne) Lynchgen Schleier, der auch seine Arbeiten umgibt und der es liebt seine Betrachter in eine andere Welt zu verfrachten. Lynch bleibt in diesem Buch "David Lynch" (der vielzitierte Name) und wird nicht zu "David Lynch Warennr.168523 Strich 8 Aktenzeichen 160/2223..." Gott sei Dank....!! Über die Informationen, die gegeben werden, kann ich nur sagen: Es sind absolut genug. So viel man sich wünschen kann und doch nicht zuviel und materiell detailliert, dass man meinen würde, man hätte es mit einer Filmfachliteratur zu tun, was ich immer schade finde, denn es zerstört den künstlerischen Schein, den ein Name vorher vielleicht getragen hat. Gleichzeitig freut man sich mit David Lynch, wenn er von diversen Erfolgen oder schönen Erlebnissen berichtet, die ihn inspirierten oder in seiner Karriere weiter brachten. Man wächst mit ihm in sein Werk hinein und lernt dabei den Meister etwas näher kennen. Ich sage bewusst "näher" und nicht "besser", denn wie gesagt, er ist und bleibt ein Individualist, den man entweder liebt oder hasst. Er würde sich aber nie derart Entkleiden, dass er zu einer Datenangabe und funktionellen Institution wird. Deshalb kann ich dieses Buch jedem, der seine Filme (wirklich!!) mag (so wie sie sind und nicht weil ich uuuuunbedingt wissen will, warum in LOST HIGHWAY dieses und jenes, dann oder dann passiert und nach welcher Logik. So funktionieren seine Filme nicht und auch nicht der Mensch David Lynch) absolut ans Herz legen. Wenn man seine Filme bereits kennt und mehr "Lynch" will, bekommt man hier eine tolle Darstellung des Schöpfers der wohl herausragensten Filme der neuen Kinowelt...
"Ich verrate nichts.."
sagt Lynch immer wieder. Wenn man aber von dem kleinen Kafka-tick absieht offenbart er doch viel. Eine schöne Einführung in eine Einführung zum Knstruktivismus, mit dem ich mich grade befasse. Etwas aufbauen, aus dem Nichts, etwas schaffen, nun gut mit Starthilfe, trotzdem..
"Sollte jeder Lynch-Fan im Bücherregal haben!"
Ein Frage und Antwort Buch, trotzdem interessant, weil David Lynch weit mehr zu erzählen hat als nur über seine Filme! Ein sehr sympatischer Mensch und Filmemacher!Kaufen!
"Sollte jeder Lynch-Fan im Bücherregal haben!"
Ein Frage und Antwort Buch, trotzdem interessant, weil David Lynch weit mehr zu erzählen hat als nur über seine Filme! Das Buch wird an keiner Stelle langweilig! Ein sehr sympatischer Mensch und Filmemacher!
Ein super Filmbuch!
Wer David Lynchs Werke kennt, weiß ganz genau, dass sie generell mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten. Dieses Buch verrät natürlich nicht alle Antworten. David Lynch gibt nur kleine Tipps - kleine Impulse, die den Leser inspirieren sollen über eine ganz bestimmte Frage mal anders nachzudenken. Es ist nicht seine Art, alles sofort preiszugeben; manchmal weiß er selbst nicht so genau wie er das in Worte fassen sollte, und will dies auch gar nicht - es ist halt nur in seinem Kopf. Das Buch beginnt mit einer kurzen Einführung von Herausgeber Chris Rodley. Danach führt er sein Buch im Stil eines Interviews mit David Lynch weiter. Während sie die ersten zwei Kapitel mit Lynchs Leben vor dem Film und seinen ersten Kurzfilmen beschäftigen, ist jedes nachfolgende Kapitel einem seiner großen Filme gewidmet. Lost Highway, Wild At Heart, Twin Peaks, Blue Velvet, Dune, The Elephant Man, Eraserhead - alle sind mit dabei inklusive vieler Filmfotos in schwarzweiß. David Lynch plaudert aus dem Nähkästchen über Schauspieler, Co-Writer, Drehort, Set, etc. All dies geschieht auf interessante und spannende Art und Weise - ich habe das Buch in nur zwei Tagen verschlungen. Am besten gefielen mir die Kapitel über Twin Peaks und Lost Highway; sie zählen auch zu meinen Lieblingsfilmen. Dieses Buch ist ein Muss für alle, die Lynchs Filme mögen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
1 Kommentare: LYNCHLAND - BETRETEN VERBOTEN: Dieser Mann versucht es trotzdem...
Kann es einem normalen Menschen geligen Licht in Lynchland anzuzünden. Es besteht die Gefahr, dass es zu einem Feuer wird und alles zerstört und somit falsch interpretiert und außerdem besteht noch die Gefahr,
dass es dort zu dunkel ist.
Die genannten großen Lynch-Werke: Eraserhead, Blue Velvet,
Lost Highway und keine Frage die Spitze der Unverständlichkeit: Inland Empire werden in diesem Buch weitgehend erörtert, wobei sich der Autor z.b. bei "Inland Empire" sichtlich schwer tut Anhaltsstellen zu finden. Keine Frage, der Film besteht aus hinzugeschnittenen Mini-Sendungen (u.a. Rabbits) von David Lynch und aus Schnipseln die er teilweise zufällig gewählt hat. Selbst der Name "Inland Empire" ist ein Zufallsprodukt.
Doch der Autor, Oliver Schmidt erhellt viele dunkle Stellen. Er stellt die Welten dar und löst Fragen die die Filme aufwerfen.
Das Buch bildet eine gute Basis für alle Interpretationen der Filme.
Man versteht sie dadurch besser und gewinnt selber von Lynchs Erfahrungen. Genaue Beschreibungen von Drehverhältnissen, Hintergrundinformationen und Bekanntem öffnen einem den Weg nach Lynchland. Betreten muss man es selber, auf eigene Gefahr.
5 Kommentare: Kann man Lynch verstehen? Mit Georg Seeßlen lohnt der Versuch.
Georg Seeßlen ist einer der klügsten und kenntnisreichsten Autoren im kultur-, film- und sozialwissenschaftlichen Bereich. Was ihm die anderen Rezensenten, z.T. ohne es zu wissen, vorwerfen, ist der psychoanalytische Ansatz und die Tatsache, dass Seeßlen mit Klaus Theweleits Theorem vom "nicht zu Ende geborenen Mann" operiert. Für mich war es bei Lektüre sehr überraschend und erhellend, wie weit dieser Ansatz führt, erstmals stellt sich ein Verständnis her, dem das Nebulöse der üblichen Deutungen abgeht. Man kann bei Seeßlen/Lynch für das eigene Schreiben lernen. Man lese gern vergleichend Lynch's Selbstaussagen in "Lynch über Lynch". Das Buch ist weiterhin durch Seeßlens gesellschaftskritischen Grundton und sein klares Verständnis für Lynchs Ironie und meditative Arbeitsweise interessant.
Entschlüsselung von Lynchs rätselhafter Bilderwelten
"Eraserhead", "Blue Velvet", "Twin Peaks", "Lost Highway", "Mulholland Drive"...dies ist nur eine kleine Auswahl an Filmen von David Lynch, die nach dem Betrachten nicht selten ein großes Fragezeichen hinterlassen.
Für alle Zuschauer, die beim Verstehen der Filme nicht so ganz im Dunkeln stehen wollen, aber auch als ausführliches Nachschlagewerk für alle, die bereits Lynch-Liebhaber sind, ist Georg Seeßlens "David Lynch und seine Filme" sehr zu empfehlen.
Um die oft so rätselhaften, mysteriösen Werke des Filmregisseurs näher zu bringen, stellt Seeßlen detailreich deren Inhalt und Handlung vor, bevor er zu einer Deutung übergeht.
Aber nicht nur die Interpretation der Filme, sondern auch "die Methode Lynch", die filmische Umsetzung durch Montage, Musik, usw., wird von Seeßlen eingehend untersucht. Zahlreiche Fotos sowie eine übersichtliche Filmo- und Bibliografie runden das Werk gekonnt ab.
Fazit: Empfehlenswerte Lektüre, die die Lust am nochmaligen (oder evtl. erstmaligen?) Schauen der Filme weckt - und diesmal vielleicht mit anderen Augen...
Wenn Bücher für eine lesende Kundschaft geschrieben werden, so hat das Georg Seesslen nicht begriffen.
Wer hier Hintergründe zu Lynchs Schaffen zu finden hofft, irrt gewaltig. Der Semiotiker Seesslen hält sich lieber damit auf, möglichst komplexe und sich wiederholende Wortkombinationen zu schaffen, die dann noch mit einer gehörigen Portion Fremdwörter gesalzen werden.
Ein Lesegenuss ist dieses viel zu lange Buch auf keinen Fall. Nur mühsam gelingt es mir, mich zum Weiterblättern zu motivieren. In den meisten Fällen nervt mich Seesslens Schreibstil dermassen, dass ich viele Paragraphen einfach nur noch überfliege. Zwar enthält das Buch einige gute Analysen und Ansätze, wie Seesslen jedoch Zusammenhänge zwischen Lynchs Filmen aufs Pedantischte zu kreieren versucht, wo keine existieren, darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Ausserdem legt er Lynch Worte in den Mund, ohne den Regisseur zu zitieren - Seesslen "weiss" meist immer alles besser als der Künstler selbst. Und die Fragen, die er stellt, kann er oft nicht selber beantworten. Eine arrogante Eigenschaft, so wie ich meine.
Der Autor hätte mit nur halb so viel Umfang doppelt soviel aussagen können, leider verliert sich der Theoretiker Seesslen in einer demonstrativen Art von Selbstliebe und seiner Hingabe zur Sprache an und für sich.
Ich kann nur dringend vom Kauf abraten.
Bitte nicht kaufen !
Vom Kauf dieses Buches muss ich unbedingt abraten! Allein der Titel ist schon irreführend, denn es geht zu 99% um die Filme. David Lynchs Biographie wird nur zu Beginn in einigen wenigen Absätzen angerissen. Die Informationen die hier zu entnehmen sind würden allerdings auch auf den Klappentext passen.
Was die Kritiken zu seinen FIlmen angeht, muss man sich vor Augen halten, dass man so gut wie keinerlei Material zu den Dreharbeiten, zu der Wirkungsgeschichte und über die Meinungen des Regiesseurs zu seinen eigenen FIlmen erfährt. Man erfährt fast nichts was man als "objektiv" bezeichnen könnte. Das Buch ist über alle Maßen sehr subjektiv: Seeßlen ergeht sich seitenweise - und in diesem Buch besoners prätentiös und abgehoben von der Materie - in essayistischen Irrwegen, kreiert einen roten Faden durch Lynchs Werk, den "noch nicht zu Ende geborenen Mann"... Filmbilder werden ohne nachvollziehbare Erklärung interpretiert, das Bild einer Frau die über eine Eisenbrücke geht (in Twin Peaks) deutet Seeßlen beispielsweise als Frau die gerade "aus einem imaginären Mutterbauch" kommt. Imaginär. In der Tat. Seeßlen baut immer wieder auf solchen Interpretationen seine Argumentation auf , die es häufig schafft, den Grad an Abstrusität und Interpretationswillkür noch zu steigern.
Dies ärgert den Leser besonders dann, wenn er feststellen muss, dass Herr Seeßlen offensichtlich noch nicht einmal das Ausgangsmaterial, den jeweiligen Film, zur Genüge kennt. Insbesondere in der Kritik zu "Mulholland Drive" sind mir ganz grundlegende Verständnisfehler von Seeßlen aufgefallen. Das darf jedem Zuschauer des FIlms passieren, nicht aber einem Kritiker, der auf diesen groben Verständnisfehlern seine Kritik aufbaut.
Kurz: Man erfährt in diesem Buch fast nichts über Lynch oder seine FIlme, dafür aber scheinbar sehr viel über Seeßlens Seelenleben & -qualen. Das Buch ist unwissenschaftlich und - noch schlimmer - äußerst langweilig. Bei einem Buch über einen solch interessanten Filmemacher wie Lynch vielleicht auch eine Leistung...
David Lynch, Mr. Mystery.
Ein praktisch unverzichtbares Nachschlagewerk für alle David Lynch-Besessenen bietet Georg Seesslen mit einer, bis ins letzte Detail ausführlich und vielschichtig aufbereiteten, Interpretation jenes Regisseurs, der mit seinen Filmen immer ein Garant für das Mystische, Hintergründige und Unerklärliche ist. Den 1946 in Montana geborenen Lynch zog es schon bald zum Film, mit 20 Jahren hatte er seinen ersten Film fertiggestellt, "Six Figures Getting Sick". Von Lynchs früheren Werken wie "Der Elefantenmensch" über "Blue Velvet" und "Dune" bis hin zu "Mulholland Drive". Der Inhalt (die Geschichte), die Handlung (die Personen), die Deutung der Meta-Ebene (letzendlich der Versuch einer Erklärung) der Filme werden dabei ebenso reflektiert und interpretiert, wie die Handschrift der filmischen Umsetzung bei Lynch im Allgemeinen, seine Arbeitsmethoden und -motive, der Umfang seines Schaffens. So faszinierend kann also das Medium Film sein, wenn Film nicht bloß ein ökonomisch reduziertes Produkt ist, so aussagestark die Magie der bewegten Bilder auf das Publikum. Die philosophischen Interpretationen Lynchs Werke werden wie bei Seesslen üblich (er veröffentlichte u.a. auch Bücher zu Stanley Kubrick und Steven Spielberg) insgesamt stärker beleuchtet als technischer Details - mitunter erscheinen die Texte für den Laien dadurch etwas dicht und komplex geraten, intensives paralleles Auseinandersetzen mit den Medien Lynch-Buch und Lynch-Film ist jedenfalls angezeigt, somit ist Seesslens Beitrag weniger als bloße Einstiegsliteratur über Lynch, als vielmehr akribische Interpretation eines schwer zu interpretierenden Regisseurs zu werten. Begleitet werden die Filmanalysen von Bildern - diese bedauerlicherweise durchgehend nur in schwarz/weiß wiedergegeben - entscheidenden Schlüsselszenen des Films, was das 'Verstehen' der Lynch'schen Bildsprache erleichtert. Fazit: Für Lynch-Fans - auch solche, die es zu werden gedenken - ist Seesslens Lynch-Buch fraglos ein Muß, zum bloßen 'Hineinschnuppern' nach ein oder zwei Lynch-Filmen wohl etwas zu detailliert.
Sein aktueller Film The Straight Story sorgte jüngst in Cannes für Furore, die neue Fernsehserie Mulholland Drive ist gerade im Produktionsstadium -- David Lynch ist wieder in aller Munde, und die Faszination, die von seinem künstlerischen Schaffen ausgeht, scheint ungebrochen. Für alle, die sich etwas intensiver mit dem filmischen Universum David Lynchs auseinandersetzen möchten, ist die überarbeitete Neuauflage von Robert Fischers Klassiker Die dunkle Seite der Seele der ideale Einstieg.
Robert Fischer kommt zweifellos das Verdienst zu, sich als erster namhafter deutscher Filmjournalist mit dem Gesamtwerk David Lynchs auseinandergesetzt zu haben, und sein Buch ist immer wieder eine faszinierende Lektüre. Behandelt werden Lynchs Biographie und sein Werk von den frühen Experimentalfilmen bis zu seinem düsteren Meisterwerk Lost Highway. Was Die dunkle Seite der Seele aber weit über das Niveau anderen Filmbücher hinaus auszeichnet, ist die intime Kenntnis des Lynchschen ?uvre. Sie macht das Buch zweifellos zu einem der gelungensten Bände der Heyne Filmbibliothek.
Fischer profitiert von den zahlreichen Gesprächen, die er mit dem Künstler führen durfte. Der Text strotzt geradezu vor Insiderkenntnissen, doch der Autor begnügt sich nicht mit der detaillierten Schilderung von Inhalt und Entstehungsgeschichte der einzelnen Filme. Er will in die rätselhafte Gedankenwelt des David Lynch eindringen, und offenbar gab der Regisseur ungewöhnlich bereitwillig Auskunft über die Quellen seiner Inspiration, über die Herkunft seiner Einfälle aus Kindheitserinnerungen und Träumen, und über seine Liebe zur Malerei, die für Lynchs Arbeit große Bedeutung hat.
Der völligen Entschlüsselung und definitiven Interpretation seines Werkes entzieht sich der Regisseur jedoch. David Lynch ist und bleibt der große Mystery Man des Kinos. --Stephan Fingerle
Unter dem Gesichtspunkt, dass David Lynch - wie er selbst oft und ausführlich erläutert hat - seine Filme von unterbewussten Bildern und spontanen, ästhetischen Einfällen leiten lässt, gleicht diese "Studie" dem Versuch den Sinn seiner Filme aus einem Kaffeesatz zu lesen. Was Dominik Orth in den Filmen sieht oder aus Ihnen "herausliest", ist seine eigene Interpretation der Dinge und hat mit allgemeingültigen Aussagen hierbei nichts zu tun. Der Sinn (oder die Verwirrung) entsteht bei jedem Menschen anders, der einen Film von David Lynch sieht.
"[...]Every interpretation is beautiful!", sagte Lynch. Aber es ist vollkommen unnötig sich die Interpretation - gerade bei Lynch Filmen - vorkauen zu lassen!
Bemühter Versuch
Neugierig geworden durch den Titel habe ich mir Orths Büchlein gegönnt, um Antworten auf meine vielen Fragen zu finden. "Lost Highway" und Mulholland Drive" gehen nicht auf, und das ändert sich auch nicht, wenn man lange darüber nachdenkt. Warum und wieso wird einem spätestens nach dem zweiten Sehen klar. "Wer macht was wann?": diese Frage wird üblicherweise im Kino eindeutig beantwortet. Der Künstler Lynch setzt sich meisterhaft über diese Konvention hinweg und es gelingt ihm, den Zuschauer zu verstören, aber gleichzeitig zu erreichen. Ohne diese Kunst hätte ich mir nie Orths Büchlein gekauft. Es gibt ja bei mir den Wunsch, ein tieferes Verständnis von Lynchs Werken zu erlangen. Doch ist mir dieses Büchlein dabei keinerlei Hilfe gewesen. Dominik Orths Erkenntnis lässt sich wie folgt skizzieren: "Lost Highway" und "Mulholland Drive" gehen nicht auf.
Für tiefere Einblicke in die Lynchworld!
Hallo an alle Film- und Lynchfans,
scheinbar haben einige Rezensenten hier das Buch gar nicht gelesen oder meinen vielleicht ein anderes Buch? Hier geht es nicht darum, den Filmen einen Sinn zuzuschreiben, sondern das Buch liefert eine erzähltheorethische Analyse, warum diese Filme von Lynch eben nicht sinnvoll aufzuschlüsseln sind. Für alle, die sich also für Erzähltheorie und Lynch interessieren, ist dieses Buch zu empfehlen. Das Buch ist ein Plädoyer dafür, dass die Filme nicht in traditionellem Sinne interpretierbar sind. Viel Spaß beim Lesen.
'Die Mulholland Drive Entschlüsselung' ist eine wunderbare Rezeptionshilfe zu einem wunderbaren Film. Auch wenn sich die Geister bei der Frage, ob man David Lynch nun interpretieren 'darf' oder nicht, scheiden und Mulholland Drive natürlich auch ohne Entschlüsselung ein toller Film ist, gewinnt die Geschichte nach dem Zusammenfügen der Puzzleteile deutlich an Mehrwert.
Gut strukturiert, locker und flockig geschrieben und vor allem verständlich, klärt die 'Mulholland Drive Entschlüsselung' die Rätsel des Filmes, inklusiv aller gelegten Fährten und Symbole auf. Nach der Interpretation, die David Lynchs 10 Hinweise zur Entschlüsselung des Filmes zur Grundlage nimmt, ergibt die Geschichte ein schlüssiges, toll durchdachtes Ganzes, das meine Hochachtung vor David Lynchs Filmkunst noch steigen lassen hat. Ebenso die vor dem Autoren des Buches, der sich all die Mühe gemacht hat und seine Interpretation auch noch so klar durchdacht zu Papier bringen konnte. Was wohl David Lynch dazu sagen würde?
endlich nicht mehr über diesen Film nachdenken müssen
Es mag einem frei stehen, wie man Mulholland Drive verstehen möchte, für alle die null Plan haben, ist dieses Buch eine super Sache! Obwohl es sich um einen doch relativ kurzen Aufsatz handelt, steht alles drin, was man braucht, um sich nicht mehr mit quälenden Interpretations-Gedanken beschäftigen zu müssen! Kurz und klar beschrieben findet man hier alles, was man braucht, um sich einen Überblick über die verwirrende Story zu verschaffen. Dazu noch eine Einordnung bezüglich Genre etc. Defintitiv sehr zu empfehlen für alle die sowas wie Klarheit suchen - die werden sie dort finden! Erschreckend ist nur das Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man bedenkt, dass es sich um grad mal 20 Seiten Text handelt...aber es ist die Sache wert!
Das Buch ist jeden Cent Wert
Das Buch hat zwar nur 40 Seiten und nicht wie bei Amazon irrtümlich angeführt 80 Seiten, da es nur einseitig bedruckt ist, aber es ist trotzdem jeden Cent Wert.
Ich haben "Mulholland Drive" sicher schon fünfmal gesehen und werde immer noch nicht schlau daraus. Hat David Lynch bloß irgend etwas Konfuses gefilmt, oder hat es einen tieferen Sinn? Es hat!
Der Sachbuch-Autor erklärt hier sehr schön, flüssig und verständlich geschrieben, die Zusammenhänge und Erklärungsmodelle für die Entschlüsselung des Films. Und nach dieser Lektüre ergibt der Film tatsächlich einen Sinn.
Am liebsten möchte man den Film nach diesem Buch gleich nochmal sehen.
Sehr zu empfehlen für Lynch-Fans und so genannte Mindfuck-Movie-Fans.
Nadja [UK-Import] [VHS] Listenpreis: EUR 7,14 Preis bei Amazon.de: Keine Angabe Bei Amazon.de 3 gebraucht ab EUR 9,00 Warning: include_once(common/attributes4.php) [function.include-once]: failed to open stream: No such file or directory in /var/www/virtual/xn--bcher-suchen-dlb.de/htdocs/ECS4API-layout/example4.php on line 39
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1 Kundenberwertung(en): Titel: Increadible and often misunderstood film 5 stars is actually too low for this video, it is by far the best film I`ve ever seen. Ok, the first thing that everyone misses is that this is NOT a vampire film. Vampires are only used to tell a story because the film deals with dark subjects and it attempts to cover an age of a couple of hundred of years and having people who live longer and are more experienced is more effective, that`s why vampires were used. The film itself is about being unsatisfied with one`s life and attempting to change it. What everyone seems to miss is that all the characters have one thing in common - they are all unsatisfied with their lives, they all feel that something is missing and they all desperately try to change their lives. All but Renfield, who is there to try and present the other option. He even presents himself with - My name is Renfield. I am her slave. Nadja`s father tried to change his life through love, her brother is also not happy with his life so he tries to find his solutions, the same is with the girl Nadja meets in the bar and her father who tries to do it through religion, which is mentioned in one sentence but still adds to what the film is about. But they all fail or find solutions that are more or less conventional. Nadja is trying to do something else. What she keeps repeating is that she is free now that her father is dead. This can be related to the archetypical criticism used in literature and also in the works of Ted Hughes - such as Shakespeare and the Goddess of Complete being, and also some other writers. This is a multy level film, it`s not easy to understand it and it needs to be seen at least a few times. Labeling it as a vampire film, a dark comedy or whatever is very wrong, it is a very serous film that deals with a very serious subject and requires a lot of reading and research in order to be understood correctly. But it is definitely worth it.
Es ist nicht so, dass ich eine grundsätzliche Abneigung gegen schwer verständliche Bücher habe, aber:
Den Lynch-Charme durch eine derart wissenschaftliche und permanent überladene Formulierungsweise zu zerstören ist einfach unangebracht. Einige Beispiele/Sätze:
?Die Freisetzung der polymorphen stimmlichen Materie?; ?Das filmische Sprechen findet zu einer spezifisch musikalischen Logik des Intervalls; einerseits im Wechsel zwischen schnellen und langsamen Tempi; andererseits in der durchgängigen Modulation vokaler Timbres und Lautstärken, die sich bei Lynch über eine Skala von Nuancen zwischen Grollen und Kreischen [?]erstrecken?.
Und das sind nur einige Beispiele, die mir beim Durchblättern der ersten 36 gelesenen Seiten aufgefallen sind. Ab da hatte ich keine Lust mehr, da ist ja Jura-Literatur interessanter.
Kurz gesagt: wer auf einen teils unglaublich gehobenen Sprach-/Schreibstil steht, der sollte sich dieses Buch anschaffen. Alle anderen, die die Faszination der Lynch-Filme auf eine etwas verständlichere Weise vermittelt bekommen wollen, möchte ich auf die neue Auflage (2006) des Buches ?Lynch über Lynch? hinweisen.
Wird der Genialität von D. Lynch nicht im geringsten gerecht
Meiner Meinung nach ist dieses Buch gerad für Lynch Kenner besonders ungeeignet. Ich bin sehr enttäuscht. Die Interpretationen der Filme sind zu wissenschaftlich und bewusst gehoben formuliert, dass sie schon wieder lächerlich wirken. Mit solchen wissenschaftlichen Analysen denke ich, wird ein eherblicher Teil der Kunst zerstört, die David Lynch gerade durch Gefühle und Emotionen auslöst. Sie in Worte zu fassen ist schier unmöglich. Das Buch versucht eine Sicht auf den gesamten Inhalt des Lynch Universums zu schaffen, kann dabei aber wie gesagt nicht wirklich überzeugen und langweilt den Leser schon nach ca. 30 Seiten. Ausserdem ärgerlich : Viele aktuellere Filme von Lynch wurden auch in der nun 4. Auflage von 2005 schlichtweg vergessen. Mullholland Drive z.b wird nie erwähnt. Insgesamt eine Enttäuschung, besonders wenn man den recht hohen Preis des Buches beachtet.
Top Buch für Lynch Kenner
Dieses Buch gibt einblick in Lynchs verschrobene Welteinsicht.Von Eraserhead über Blue Velvet und Twin Peaks bis hin zu Lost Highway - dieses Buch behandelt die Motive die David Lynch bewußt benutzt,sei es Musik,rote Vorhänge,die 4 Elemente,etc.Es werden viele Fragen beantwortet,aber noch mehr Fragen gestellt.Das Buch eröffnet ganz neue Einsichten in die Werke Lynchs.Voraussetzung für den Leser ist,dass er sich Lynchs Filme angesehen hat.Ein Topgenuss,zusammengestellt von verschiedenen Autoren.
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